Der Jäger der Kurven

Der Jäger der Kurven

Es gibt Buchstabenkombinationen, deren Klang besonderen Glanz in Augen zaubern kann. In Abhängigkeit von ihrem Erfolg zum Beispiel Vereinskürzel wie BVB, KSC oder HSV. Beständiger in ihrer Wirkung ist die Abkürzung für Gran Turismo Injektion, mit der Autohersteller gerne besonders potente Motorisierungen schmücken. Fast dreißig Jahre nach dem Start des ersten Peugeot 205 GTi, der dem französischen Hersteller bis zu seinem Abgang im Jahr 1995 zahlreiche Erfolge im Motorsport beschert hat, bringt der französische Hersteller jetzt den 208 GTi auf den Markt.


Rot steht dem französischen Racer besonders gut

Wenn es eine Farbe gibt, die dem sportlichen Kleinwagen ganz besonders gut zu Gesicht steht, dann ist es dieses Rot, in dem er jetzt geduckt vor mir lauert. Vorne und hinten hat Peugeot beim GTi die Spur im Vergleich zum Serienmodell um 10 bzw. 20 Millimeter verbreitert, das macht den Auftritt satter. Die breiteren Radhäuser und die seitlichen Schweller erinnern an die Muskelpakete eines Athleten. Damit ich auch gleich Bescheid weiß, auf was ich mich da einlasse, glänzt rechts auf der Heckklappe der Schriftzug GTi, genauso wie die seitlichen Blenden auf der C-Säule mit dem GTi-Logo auf Sportlichkeit hinweisen. Ein Heckspoiler in Wagenfarbe, das verchromte Doppelauspuffendrohr und die rot lackierten Bremssättel hinter den Doppelspeichen der 17-Zoll Räder vorne und hinten runden das Bild ab.

 

Sportlich straffe Sitze lassen einen nicht mehr los  

Innen empfangen mich gut konturierte und straffe Sportsitze, die mich in sich aufnehmen, als ob sie mich gar nicht mehr fortlassen wollten. Ein kurzer Blick nach hinten zeigt, dass zumindest für erwachsene Passagiere dort nicht allzu viel Platz bleibt. Das kleine Lenkrad ist unten abgeflacht und schön griffig. Wie auch beim normalen 208 ist es tief platziert, kurz über den Knien, und man blickt nicht durch das Lenkrad auf die Instrumente der Armaturentafel, sondern darüber hinweg. Das erleichtert den schnellen Blick vom Tacho zur Straße und soll so die Sicherheit bei schneller Fahrt erhöhen.  

Das knackige Sechsganggetriebe lässt sich gut schalten

Rechts vom Lenkrad gibt es erfreulicherweise ein richtiges Zündschloss, in das ich jetzt auch einen richtigen Schlüssel stecke. Der Vierzylinder meldet sich zu Wort. Nicht so grollend, wie ich es nach der sportlichen Optik des GTi erwartet habe, aber schon vernehmlich. Draußen auf der kurvigen Strecke entpuppt sich der 208 GTi damit schnell als rasanter Kurvenjäger. Als ob er nur darauf gewartet hätte, reagiert der Motor zackig und ohne Zögern auf den Druck aufs Gas. Das knackige Sechsganggetriebe mit seiner kurzen Übersetzung lässt sich gut schalten, das leicht metallische  Klicken passt ebenso zum Racer-Charakter des GTi wie das Klacken der Pedale beim Wechselspiel zwischen Gas und Bremse.

Die Bremsen packen bei Bedarf schnörkellos zu  

Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, aber nicht unangenehm. Stöße auf unebener Fahrbahn werden passabel weggebügelt und nicht eins zu eins an die Passagiere weitergegeben. In den vielen engen Kurven der Teststrecke im Bergischen Land setzt die Lenkung mit ihrer kurzen Untersetzung jeden meiner Befehle ebenso schnell um wie die bei Bedarf schnörkellos kräftig zu packenden Bremsen. Mit an Bord sind immer Klimaautomatik, Bordcomputer, Lederlenkrad, Bluetooth-Anbindung, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Einparkhilfe hinten und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen genauso wie unter anderem Heckspoiler, Doppelendrohre, rote Ziernähte um den Griff der Handbremse, um den Schaltknauf und in der Türverkleidung, Alu-Pedale und Alu-Einstiegsleisten.

Datenblatt:
Hubraum: 1598 ccm
kW (PS) bei U/min: 147 (200) bei 6000
(Nm) bei U/min: 275 bei 1700
Abgas CO2: 139 g/km

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