Ein Peugeot, der entflammt

Ein Peugeot, der entflammt

Welcher Mann wollte als Kind nicht Feuerwehrmann werden! Doch heute stiehlt ein kleiner französischer Sportwagen den dicken rotweißen Feuerwehrautos auf dem Marktplatz im Bergischen Land die Show. Auf meiner Testfahrt mit dem neu überarbeiteten Peugeot RCZ will ich eigentlich nur eine Pause machen und gerate in einer Übung der örtlichen Feuerwehr. Schnell wechseln ein paar kleine Jungs das Objekt ihrer Begierde. Sie scharen sich um das Sportcoupé, das sich flach auf dem Boden duckt und mit seinen Wölbungen und Rundungen schon sehr cool aussieht. Was das denn für ein tolles Auto sei, wie schnell es fährt und ob man das Dach öffnen kann, wollen sie wissen. Jetzt unterbrechen auch die Feuerwehrleute die Übung und rätseln um das Kürzel RCZ auf dem kecken Heck des schicken Franzosen.

Der RCZ wirkt aggressiver als vorher

Wer das Auto kennt, der weiß, dass es den RCZ nicht als Cabrio gibt und merkt schnell, dass er eine neue Front bekommen hat. Der Grill ist kleiner, die Lufteinlässe werden jetzt optisch mehr betont. Die Scheinwerfer lassen den RCZ etwas aggressiver als vorher aussehen, je nach Ausstattung sind sie jetzt in Halogen mit Aluminium- oder Titanumrandung erhältlich. Das Heck und die Seitenansicht ließen die Franzosen unangetastet, dafür gibt es zweifarbige Außenspiegel und ein neues Design für die Leichtmetallfelgen.

Trotz Auswölbungen im Dach für Große nicht viel Kopffreiheit   

Bevor ich weiterfahren kann, kommt es leise von rechts: „Ich darf doch mal?“ Wer kann einem Feuerwehrmann schon widerstehen. Der Einstieg in das gerade mal 1,36 Meter hohe Sportcoupé fällt selbst dem knapp zwei Meter großen Mannsbild leicht. Innen angekommen, zeigen die beiden charakteristischen Auswölbungen des Dachs, dass sie mehr als Gimmicks der Designer sind und darunter Platz für Kopf und einen natürlich nur gedachten Helm sein soll. Trotzdem ist die Kopffreiheit des neuen Passagiers knapp bemessen. Ich habe da weniger Probleme.

Im Innenraum ist schön viel Leder

Ein bewunderndes Nicken: Der Innenraum kommt sehr gut an. Bequeme Sitze, schönes Leder, wohin man schaut. Das Lenkrad ohne Tastenüberfluss, aber jetzt mit neuen Daumengriffmulden aus Aluminium. Es gibt einen ordentlichen Zündschlüssel und eine richtige Handbremse. Hinten aber zur Enttäuschung der Jüngeren nicht einmal für sie genug Platz zum Sitzen. Dafür passen in das Gepäckabteil mit 321 Litern in der Theorie Koffer für einen zweiwöchigen Urlaub zu zweit. Bei Verzicht auf die beiden dann ohnehin nicht benötigten hinteren Sitze gibt es dann sogar bis zu 639 Liter Volumen.  

Der Vierzylinder reagiert auf sofort auf leisen Gasdruck

Die Fortsetzung der Testfahrt bleibt nun doch wieder mir alleine vorbehalten. Den Abschied kündige ich mit einem sanften Tritt auf das Gaspedal an. Der aus der Kooperation mit BMW stammende 1,6 Liter Vierzylinder Turbomotor reagiert sofort und zur Freude aller mit einem kernigen Sound. Der Frontmotor schiebt den RCZ kräftig und mit starkem Durchzug an und passt ausgesprochen gut zu dem Auto. Genauso gut wie die Fahrt auf der kurvigen Landstraße. Ohne die Spur einer Seiteneigung liegt der RCZ wie ein Brett auf der Straße. Das Sechsganggetriebe lässt sich knackig schalten, das Fahrwerk ist straff und sportlich abgestimmt, aber trotzdem mit genügend Komfort für die alltäglicheren Fahrten. Noch viel schneller als die Feuerwehr dürfte der RCZ in der schon angekündigten R-Version werden, die mit 260 PS antreten wird.  

Datenblatt:
Hubraum: 1598 ccm
kW (PS) bei U/min: 147(200) bei 5500
Nm bei U/min: 275 bei 1700  
Abgas CO2: 161 g/km

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