Mini-SUV à l’américaine

Mini-SUV à l’américaine

„Da hinten stehen die Trax, gleich um die Ecke“, weist der junge Mann uns den Weg zu den Testwagen. So ausgesprochen, könnte man meinen, es warte dort ein LKW. Doch der neue Chevrolet Trax ist alles andere als ein Truck. In der Beliebtheitsskala stehen kleine Autos, die höher über der Straße  liegen, leicht zugänglich und zudem bei Bedarf auch geländegängig sind, ganz oben. Deshalb schickt GM neben dem Opel Mokka das zweite kleine SUV ins Rennen, das mithelfen soll, möglichst viele Anteile an dem großen Kuchen des Erfolges zu sichern. Den Trax hat GM dafür gleich 2.000 Euro günstiger eingepreist als den Bruder im Geiste aus Rüsselsheim.

Trax hört sich nicht nur amerikanisch an, sondern sieht auch so aus  

Chevrolet sieht ihn nämlich nicht unbedingt als Konkurrenten, sondern als ganz anderes Auto. Nicht nur der Preis trennt die beiden in Korea gebauten Modelle. Der 4,25 Meter und damit längere Trax sieht mit seinem waagerecht geteilten Frontgrill und den kraftvoll ausgeformten Radhäusern auf den ersten Blick sehr amerikanisch aus.  Der Einstieg fällt leicht, wir gleiten mühelos in die etwas erhöhten und bequemen Sitze. Von innen wirkt der Trax noch geräumiger, als man es ihm von außen ansieht. Hinten wie vorne gibt es genügend Platz. Bei voller Besetzung stehen für das Gepäck 365 Liter zur Verfügung. Das dürfte für eine längere Urlaubsfahrt mit der Familie ein wenig eng werden. Allerdings erhöht sich das Platzangebot bei umgeklappter Rückbank auf bis zu 1.370  Liter. Für einen Umzug kann man bei Verzicht auf den Beifahrer sogar bis zu 2,30 Meter lange Möbelstücke transportieren.

Ein Smartphone wird zum Navigator

Bid: Chevrolet Das Cockpit ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, dem Preis ist die Verwendung von Hartplastik geschuldet, das aber nicht billig aussieht. Ein Druck auf den Startknopf rechts neben dem Lenkrad und es dauert nicht lange, dann erscheint auf dem großen Farbdisplay auf der Mittelkonsole ein Button mit dem Schriftzug Bring-go. Ein über Bluetooth oder USB-Kabel angedocktes Smartphone wird nach Aktivierung die Navigation übernehmen. Eine pfiffige Lösung, da ohnehin fast jeder eine App für den richtigen Weg auf seinem Handy hat. Was liegt näher, als sie über das System MyLink einzubinden und sich die Kosten für ein ins Auto  integriertes Infotainment- und Navigationsgerät zu sparen. Über MyLink lässt sich auch auf dem Handy gespeicherte Musik anhören, man kann sich SMS vorlesen lassen oder sogar Internet ins Auto holen.

Der aufgeladene Benziner erweist sich als gute Wahl   
 
An Motoren stehen drei zur Wahl, einen 1,4 Liter Turbobenziner, einen weiteren Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und einen 1,7 Liter Diesel. Den Turbobenziner und den Diesel gibt es auf Wunsch mit Allrad, nur den  Diesel auch mit Sechsgangautomatikgetriebe. 
Der aufgeladene Benziner mit Allrad erwies sich als gute Wahl. Mit einem Drehmoment von 200 Newtonmetern bis zu 4.900 Umdrehungen zieht er gut durch, wurde aber  im oberen Drehzahlbereich etwas lauter. Das Fahrwerk ist direkt ausgelegt, aber grundsätzlich nicht unkomfortabel. Bild: ChevroletNur bei wirklich schlechten Straßen kamen deutliche Rückmeldungen. Mit einem Wendekreis von 10,9 Metern und der präzisen Lenkung fiel es leicht, in den kleinen Straßen des Neubaugebietes zu wenden, in die uns das Navi kurz vor dem Ziel versehentlich navigiert hatte. Es war eben eine noch nicht kartographierte Gegend.

Datenblatt:
– Hubraum: 1364 ccm
– kW(PS) bei U/min: 103(140) bei 6000
– Nm bei U/min: 200 bei 1850 – 4900
– Abgas CO2: 149 g/km

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