Münchener Seilschaft

Münchener Seilschaft

Nicht nur Siegfried Müller schwebt heute auf Wolke Sieben. Während der Projektleiter Entwicklung für den neuen 2er Active Tourer von BMW von den revolutionären Neuerungen beim jüngsten Modell der Münchener schwärmt, gleitet hinter ihm ein kompaktes rotes Auto mit schräger Nase, steilem Heck und hohem Dach an einem Haken über den Draht der Seilbahn in Sölden. Langsam kommt es vor der imposanten Kulisse der Dreitausender zum Stillstand.

Ab September gibt es jetzt auch bei BMW das Autoangebot für Freizeit, Familie und Senioren  

Der Active Tourer kommt spät auf den Markt. Schon vor Jahren hat man bei Mercedes Benz und Ford mit der B-Klasse und dem C-Max auf den Bedarf von fahrsportlich ambitioniert gebliebenen Familienvätern und braungebrannten Endzwanzigern mit Surfbrettern an praktischen und gleichzeitig dynamischen Autos reagiert. Nicht zu vergessen die Senioren, die den bequemem Ein- und Ausstieg hoch gebauter PKW schätzen. Konsequenterweise zog VW mit dem Golf Sportsvan nach. Ähnlich clever ist nun BMW, denn wer als Autohersteller mit einem neuen Konzept später auf den Markt kommt, hat gute Chancen, aus den Fehlern der anderen zu lernen.

Im Active Tourer setzt BMW dem Platz zuliebe jetzt auf Frontantrieb  

In der realen Straßenwelt Österreichs angekommen, meldet sich der BMW 2er Active Tourer jetzt nach dem Druck auf den Startknopf zu Wort. Auf den kurvenreichen Landstraßen durch das Ötztal merken wir schnell, dass er sich benimmt wie ein richtiger BMW. Auch, wenn die Bayern bei ihm jetzt erstmals auf einen Frontantrieb und einen quer eingebauten Motor setzen. Des Platzes wegen. Das schmälert das Fahrvergnügen aber keineswegs. Der BMW für die Reise zerrt nicht beim Beschleunigen, liegt satt auf der Straße und solange man die Serpentinen nicht zu schnell durcheilen will, bringt ihn auch nichts aus der Fassung. Butterweich dazu die Achtgangautomatik, knackig die manuelle  Sechsgangschaltung.

Genügend Platz, sogar für die unerlässlichen 1,5 Liter Wasserflaschen

Das Konzept ist aufgegangen, die Dynamik ist geblieben und der Platz stimmt stimmt trotzdem. Auf 4,34 Metern Länge und 2,67 Metern Radstand bietet der Active Tourer ordentlich Platz. In zahlreichen Ablagen und Fächern und dem bis zu 1.510 Liter fassenden Kofferraum finden wir Platz für alles, was man für die Reise so braucht. Sogar für die unerlässliche 1,5 Liter Wasserflasche. Die Rückbank lässt sich um 13 Zentimeter verschieben, dann passt der Fußraum hinten auch für große Erwachsene. Alternativ lassen sich durch die praktische Durchreiche auch schon mal bis zu 2,40 Meter lange Gegenstände liegend transportieren. Wer mit vollgepackten Einkaufstaschen vor dem Heck steht, kann sich freuen, wenn die Heckklappe sich magisch von selbst öffnet und auch wieder schließt. Ein Kick mit dem Fuß unter den Fahrzeugboden nimmt einem die Arbeit ab. Vorausgesetzt, man hat den Schlüssel bei sich.  

Viel Fahrspaß bei perfekter Straßenlage und moderatem Verbrauch  

Der akustisch weitgehend unauffällige und durchzugsstarke 218d sorgt mit seinen durchzugsstarken 150 PS für ausreichend Leistung während unserer Fahrt durch die Tiroler Berge. Der versprochene Verbrauch von 4,1 l/100 km dürfte dafür sorgen, dass die Urlaubskasse geschont wird. Alternativ gibt es den Active Tourer auch mit einem 231 PS starken Benziner oder mit dem neuen Dreizylinder Benziner mit 136 PS, der sich mit den angegebenen 4,9 Litern ebenfalls sparsam zeigen soll. So ambitioniert wie beim Verbrauchsparen zeigt sich BMW auch bei den Preisen. Schon das Dreizylinder-Basismodell 218i schlägt mit 27.200 Euro zu Buche. Man kommt aber nach entsprechender Aufrüstung aus der BMW-typischen schier endlosen Aufpreisliste auch ohne Probleme auf weit über 50.000 Euro für seinen Active Tourer. Viel Geld für einen zweifelsohne sehr dynamischen Reisebegleiter.      

Datenblatt:
Hubraum: 1995 ccm
kW (PS): 110 (150) bei 4000 Umdrehungen
Nm bei U/min: 330 bei 1750 – 2250
Abgas CO2 : 109 g/km

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