Panda pirscht sich durchs Gelände

Panda pirscht sich durchs Gelände

Grün ist je eigentlich die Farbe der Angler, Jäger und Förster. Eine beruhigende Farbe. Und eine Tarnfarbe. Zu verstecken braucht sich der kleine Fiat Panda hier auf dem schlammigen und glitschigen Waldweg aber keineswegs. Sein grünes Blechkleid und der Schriftzug „Allrad“ lassen mich zwar erstmal etwas schmunzeln. Eigentlich kennen man den sympathischen kleinen Italiener doch eher als flinken Stadtläufer. Doch Fiat hat ihn jetzt in seiner dritten Generation für das Gelände ganz schön aufgerüstet.

 Wuchtige Stoßdämpfer und Schutzbleche wappnen fürs Gelände

Mit den wuchtigen Stoßfängern, den markanten Schutzblechen vorne und hinten und den seitlichen Planken ist der neue Fiat Panda Allrad sichtlich gewappnet für eine Testfahrt. Vorsichtig steige ich über eine tiefe  Pfütze ein. Obwohl man Frauen ja nachsagt, dass sie im Auto gerne hoch oben thronen, sitze ich nun schon fast zu hoch hinter der Frontscheibe. Im Cockpit ist vor dem zweifarbigen, natürlich auch in grün gehaltenen Armaturenbrett reichlich Platz und die Sitze sind bequem. Im Laderaum warten 225 bis zu 870 Liter Volumen. Das wird knapp für ein Wildschwein, reicht aber für ein paar Hasen oder die gute Ausbeute eines Anglers.

Mit elektronischem Sperrdifferential aus dem Schlammschlamassel

LP1040023os geht es über den vermatschten Weg mit nassem Laub und unangenehmen Schlaglöchern  Über die setzt sich der Kleine  mit permanentem Allrad und einer  Bodenfreiheit von 16 Zentimetern schon mal locker hinweg, das Fahrwerk bügelt auch grobe Schläge weg. Unüberhörbar grummelnd verschafft sich der 1,3 Liter  Vierzylinder Diesel mit 75 PS und einem leichtgängigen Fünfganggetriebe seinen Weg, bis ein tiefes Schlammloch unserer Fahrt zunächst ein jähes Ende setzt. P1040038Zuviel Gas, der Motor quittiert es mit leidvollem Aufheulen. Wenig Gas, gar nichts tut sich. Jetzt habe ich mich erst einmal richtig festgefahren. Was hilft, ist ein Knopfdruck, mit dem sich das elektronische Sperrdifferential aktivieren lässt. Die Elektronik bremst das durchdrehende Rad gezielt ab und überträgt die Kraft auf die anderen Räder mit Grip. Im Handumdrehen hat uns der kleine Italiener tapfer aus dem Schlammmassel befreit.

Bei der Schwerstarbeit im Gelände darf der Durst auch größer sein

Bei dem Benziner setzt Fiat wie beim normalen Panda auf Twin Air. Mit seinen zwei Zylindern kommt der Turbobenziner mit Sechsganggetriebe und geländeoptimiert kurz übersetztem ersten Gang auf  85 PS. On Road erledigt er den Sprint von 0 auf 100 in 12,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 166 km/h. P1040017Der Unterschied im Verbrauch zwischen Benziner und  Diesel liegt bei von Fiat angegebenen 0,2 Litern, bei der angeforderten Schwerarbeit im Gelände brauchte der Selbstzünder allerdings mehr als sechs Liter. Im neuen Fiat Panda Natural Power gibt es den kleinen Twin Air Zweizylinder mit 80 PS mit Benzin- und Erdgasbetrieb. In der Startphase genehmigt sich der Motor Benzin, danach  Erdgas. Die beiden Gastanks sind geschickt und platz sparend im Kardantunnel und hinter der Hinterachse untergebracht. Der Verbrauch wird mit 3,1 Liter angeben, ohne Nachtanken kann der grüne Zwerg so 900 Kilometer weit fahren. Den Panda 4×4 gibt’s ab 16.390 Euro. Mit an Bord ist unter anderem ESP, eine manuelle Klimaanlage und ein Radio mit Mp3-fähigem CD-Player. Die Light-Version des Panda Allrad, der Panda Trekking mit der gleichen Bodenfreiheit und dem Sperrdifferential, aber mit Frontantrieb, kostet 14 390 Euro. Für den ÖkoPanda mit Erdgas – und Benzinantrieb ruft Fiat 16.890 Euro auf.


Datenblatt:
– Hubraum: 875 ccm
– kW(PS) bei U/min: 55 (75) bei 5500
– Nm bei U/min: 190 bei 1500
– Abgas CO2: 125 g/km

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