Wellness auf Rädern

Wellness auf Rädern

Der Platz vorne, am besten gleich hinter dem Steuer, ist in einem Auto am beliebtesten. Eher ungern nimmt man hierzulande freiwillig im Fond Platz. Es sei denn, man ist Kanzler/in oder Firmenchef/in und braucht ein Büro auf Rädern. Oder es lockt im Inneren einer Luxuslimousine eine rollende Wellnessoase.

Üppige Platzverhältnisse im Inneren 

Die Abmessungen der jetzt in Toronto präsentierten neuen S-Klasse von Mercedes-Benz lassen hinter der eleganten und coupéhaften Silhouette schon von außen üppige Platzverhältnisse vermuten. Fünf Meter und fünfundzwanzig Zentimeter misst das schwäbische Flagschiff in der langen Version des S 500, der jetzt vor dem Hoteleingang zum Einsteigen für mich bereit steht. Das Standardmodell daneben ist dreizehn Zentimeter kürzer.

Sechs Massageprogramme lassen den Alltag vergessen   

Die hintere Tür fällt mit einem dezenten Klick ins Schloss. Während der Chauffeur den Wagen startet, sinke ich in den hellen Ledersitz und mein Kopf in das kleine weiche Kopfstützenkissen, ebenfalls aus feinem Leder. Per Fernbedienung gesteuert, surrt der leere Beifahrersitz nach vorn. 

Eine Wadenauflage schiebt sich langsam aus meinem Sitz, eine Fußauflage schiebt sich mir von vorne entgegen und solchermaßen sanft, aber nicht ganz flach gebettet, starte ich eines der sechs Massageprogramme.

Feiner Duft dringt aus den Belüftungsdüsen

Draußen feiert die Stadt den Tag der Gründung Kanadas, nur gedämpft dringen Musik und Jubel ins distinguierte Innere des S 500. Aus den Belüftungsdüsen gelangt wohl dosiert ein dezenter Duft. „Downtown Mood“, eine der vier Duftrichtungen, mit denen Mercedes die Sinne auf hohem Niveau anregen will. Einen Moment hält die Elektronik in meinem Sitz, die die Hände eines Masseurs simuliert hat und deren Einsatz ich über meinen Monitor auf dem Rücksitz des Beifahrersitzes verfolgen kann, inne. Ich nutze die Pause und mein Blick schweift nach vorne ins Cockpit. Über einen der beiden 31 cm großen Bildschirme kann ich selbst von hier hinten den Weg durch das Straßengewirr von Toronto verfolgen.

Die neue S-Klasse kann auch alleine fahren

Wir lassen die Stadt hinter uns zur schnelleren Fahrt auf dem Highway. Unvermittelt nimmt der Fahrer jetzt die Hände vom Lenkrad und lehnt sich zurück. Ohne sein Zutun hält die Limousine die Spur und vor allem den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Der neue Stop-and-go-Assistent nutzt den Abstandsradar und die neue 360 Grad-Kamera, mit der die S-Klasse räumlich sehen kann. Droht ein Überfahren der Seitenstreifen, korrigieren Lenkeingriffe. Nach wenigen Minuten der freien Fahrt mahnen aber dann rot abgebildete Hände im Display über dem Lenkrad den Fahrer, die Fahrt besser wieder selber aufzunehmen. Wird das ignoriert, schaltet sich das System aus. Noch ist der Weg nicht frei für das autonome Fahren.

Bodenwellen werden erkannt, bevor sie spürbar werden

Die gleiche Stereokamera kann Bodenwellen auf der Fahrbahn erkennen, die ich im Fond nicht mal erahne. Während die Hot Stone Massage Probe läuft, bügelt die Luftfederung, programmiert, um in Millisekunden auf Unebenheiten zu reagieren und damit Störungen im Wohlbefinden der Passagiere zu vermeiden. Das macht es dem Achtzylinder unter der Haube leicht, den 2-Tonner souverän und nahezu unerschütterbar zum Ziel zu bringen.
Nach Abschluss des kompletten Massageprogramms zaubere ich das kleine Tischchen aus der Mittelkonsole. Es entfaltet sich mühelos und lässt sich seitlich, aber auch direkt vor mir positionieren. Ein perfekter Arbeitsplatz. Auch, um sich ohne Klecksen schnell die Nägel zu lackieren.


Datenblatt:
Hubraum: 4663 ccm
kw (PS) bei U/min: 335 (455) bei 5500
Nm bei U/min: 700 bei 3500
Abgas: CO2: 199 g/km

Der Beitrag gefällt Ihnen? Teilen Sie ihn doch mit Ihrem Netzwerk.



Nachfolgend noch eine Werbeanzeige. Wenn etwas interessantes dabei ist, unterstützt ein Klick natürlich, wie bei derartigen Anzeigen üblich, den Blog.

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.